top of page
Liebe ist nicht linear Insta Beeitrag (Banner (Querformat)).png

3 Skills, die man für eine nicht-monogame Beziehung zwingend braucht – und auch in monogamen Beziehungen beherrschen sollte

  • 20. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Monogame Beziehungen laufen oft im Default-Modus – weil wir früh lernen, wie eine Beziehung auszusehen hat. Aber wie viel Bewusstsein ist dann überhaupt da?

Ich dachte, ich liebe bewusst, aber erst die Erfahrung einer nicht-monogamen Beziehung hat mir die Augen so richtig geöffnet: für das, was im Untergrund unbewusst ablief, das, was ich nicht sehen wollte, und das ganze Potential, was ignoriert wurde. Das sind die Skills, die ich in dieser Zeit ausbauen durfte und wirklich wertzuschätzen begann.


Foto mit dem Wort Skill aus Holzklötzchen

Was bedeutet nicht-monogame Beziehung?


Nicht-monogame Beziehung oder auch ethische Nicht-Monogamie ist der Sammelbegriff für eine Vielzahl von Beziehungen, die mehr als zwei Menschen einschließt. Darunter fällt die klassische offene Beziehung, in der es nicht zwangsläufig um eine emotionale Bindung gehen muss, genauso wie Polyamorie, bei der sich mehr als zwei Menschen lieben und Beziehungen eingehen. Wie die einzelnen Konstellationen aussehen, kann sehr unterschiedlich sein – die Skills brauchen sie alle.


1. Kommunikation, die offen und ehrlich und auf Augenhöhe ist


In einer Beziehung, die aus mehr als zwei Menschen besteht, ist es essentiell, offen und ehrlich zu kommunizieren. Kein Ausweichen. Kein Dinge Verheimlichen. Und keine Scham vor unangenehmen Themen. Wenn du nicht aussprichst, was dir auf der Seele brennt, kann das ganz schnell nach hinten losgehen. Denn in diesem Gefüge ist dein:e Partner:in unter Umständen nicht dein einziger Beziehungsmensch. Das bedeutet, dass das, was nicht ausgesprochen wird, im Untergrund schwelt und der Grund für Distanz zwischen euch werden kann. Da ihr aber nicht exklusiv seid, kann das wiederum Verlustangst oder Eifersucht auf den Plan rufen.


Auch in einer monogamen Beziehung sollte eine offene und ehrliche Kommunikation eure Priorität sein. Denn wenngleich es keine „Gefahr“ von außen gibt, wenn du mal Dinge für dich behältst und nicht aussprichst, oder zu Notlügen greifst, wird dies immer eine Distanz zwischen euch kreieren. Das muss zwar nicht direkt die gleichen Konsequenzen wie in einem nicht-monogamen Konstrukt bedeuten, kann aber langfristig dazu beitragen, dass ihr zum Beispiel eine Flaute im Bett erlebt, weil die Verbindung fehlt.


2. Die Bereitschaft, auch unbequeme Gefühle zu fühlen


Wenn du deine Beziehung öffnest, solltest du darauf vorbereitet sein, nicht nur die „schönen“ Gefühle zu fühlen. Es werden auch ganz viele unbequeme Gefühle hochkommen – und sie alle haben eine Botschaft für dich. Damit du diese Botschaften jedoch entschlüsseln kannst, musst du sie erstmal zulassen und aushalten können. Eifersucht ist nichts Schlimmes. Sie zeigt dir lediglich etwas, was du vorher vielleicht nicht gesehen hast. Auch Verlustangst muss nichts Schlimmes sein. Vielleicht hast du jetzt einfach die Chance, Themen aus der Kindheit zu transformieren?


Warum nutzen wir so oft diese Chancen nicht auch in monogamen Beziehungen? Gefühle sind da, um gefühlt zu werden, nicht um sie zu ignorieren und so weit wie möglich von uns zu schieben. Und klar, es ist wesentlich einfacher in monogamen Verbindungen Gefühle entweder nicht zu fühlen oder sie auf die:den Partner:in zu projizieren. Wer hat nicht gerne einen Sündenbock? Aber auch in monogamen Beziehungen ist es extrem wertvoll, wenn wir die Chancen ergreifen, unsere Gefühle dazulassen, um innere Themen zu lösen. Wir können nicht nur unserem Leben, sondern auch unserer Beziehung ein echtes Upgrade verpassen.


3. Den Mut, die eigenen Themen anzuschauen


Die Wenigsten sind mutig genug, wirklich hinzuschauen. Wenn du das allerdings in einer nicht-monogamen Beziehung nicht tust, werden dir immer und immer wieder dieselben Dinge um die Ohren fliegen. Eine Beziehung mit mehreren Menschen ist der Katalysator schlechthin. Wir müssen alles verlernen, was wir im Laufe des Lebens über die Liebe gelernt haben, und dabei kommen wir an einem bewussten Umgang mit unseren persönlichen Themen nicht drumherum. Nur, wenn wir bewusst hinschauen, kann die Reibung im Außen weniger werden. Nur dann kann eine Beziehung wirklich bewusst funktionieren.


Und mal ganz ehrlich: Sollten wir nicht eigentlich IMMER den Mut fassen, die eigenen Themen anzuschauen – egal ob in einer nicht-monogamen, monogamen oder gar keiner Beziehung? Unsere Trigger im Außen bewusst wahrzunehmen und hinzuschauen, hilft uns, Hürden und Herausforderungen im Leben zu meistern. Was, wenn hinter diesem einen Thema ganz viel Lebensfreude auf dich wartet? Was wäre, wenn es leichter wird? Wäre das nicht Belohnung genug für deinen Mut?



Diese drei Skills klingen simpel. Sie sind es nicht. Sie verlangen, dass du dich selbst wirklich kennst – mit allem, was dabei hochkommt. Meine nicht-monogame Beziehung hat mich dazu gezwungen. Aber Zwang braucht niemand.

Du kannst heute damit anfangen. In deiner Beziehung. In dir.


Mehr darüber, was Beziehungen wirklich bedeuten und wie sie aussehen können, findest du in meinem Bereich Liebe und Beziehungen jenseits von Normen und Regeln.


Kommentare


Liebe.

Verpasse keinen Blogbeitrag.

© 2026 by Liebe ist nicht linear.

bottom of page